Reaktionen

Es schrieb Martin Kilchman in der Sonntagszeitung

Gute Nachrichten für Weinfreunde: Die Glasindustrie hat in den letzten Jahren ihr Angebot gewaltig erweitert. So wie es heute eine Fülle von guten Weinen in allen Preisklassen gibt, steht auch eine grosse Auswahl guter Gläser bereit, die den Wein optimal herüberbringen. Oder wie es der Food- und Weinfotograf Johann Willsberger, der mit seiner eigenen Willsberger Collection die Mutter aller Gourmet-Glasserien geschaffen hat, sagt: «Ich will mit dem Wein intim werden. Dazu ist das Glas das Werkzeug.»

Dieses ist klar und nicht gefärbt, damit Farbe und Brillanz des Weines erkennbar bleiben. Es besitzt ein grosses Schwenkvolumen und ein geringes Gewicht. Dünn muss es sein, weil dickes Glas den Wein durch Eigenwärme viel zu schnell temperiert. Der langbeinige Stiel verhindert die wärmende Berührung des Kelchs und ermöglicht gleichmässiges Schwenken, was dem Wein Sauerstoff zuführt und die Bouquetstoffe befreit.

Stiellänge und Grösse des sich nach oben hin tulpenförmig verjüngenden Kelchs besitzen die zueinander passenden Proportionen. Ist der Wein von feingliedriger Art, verlangt er ein schlankeres Glas; zeigt er sich mächtiger, darf es ein stattlicheres Exemplar sein. Mundgeblasene Gläser sind leichter, liegen besser in der Hand, angenehmer an den Lippen und lassen den Wein transparenter und eleganter wirken. Sie sind mittlerweile spülmaschinenfest und dank moderner Herstellungstechnik stabiler, als man erwarten würde. Sie trüben auch nicht mehr ein, da sie heute ohne Zusatz von Bleioxyd gefertigt werden. Einziger Minuspunkt: Sie kosten mindestens doppelt so viel wie Maschinengläser.

Der Kufsteiner Glashütte Riedl kommt in der Geschichte des modernen Weinglases die Pionierrolle zu. «Glasprofessor» Claus Josef Riedel entwickelte, fabrizierte und lancierte diese schönen Werkzeuge des Weins mit Furor.

Der Bordeauxpapst setzt auf ein einziges Universalglas

Claus Riedels Sohn Georg stellte dieser «Sommelier»-Reihe die preisgünstigere «Vinum»-Serie zur Seite. Doch Riedel ist heute nicht mehr alleine, wie eine professionelle Glasdegustation des Magazins «Stern» gezeigt hat. Gläser von Manufakturen namens Zalto, Zwiesel, Lobmeyr und Orrefors landeten bei der aus Glashüttenchefs und Sommeliers zusammengesetzten Jury auf den ersten Plätzen. Georg Riedel, der mit seinen Vinum-Gläsern teilnahm, musste konstatieren: «Die Konkurrenz hat stark, sie hat sehr stark aufgeholt.» Im «Stern» wurden Gläser für verschiedene Weintypen getestet, was die Frage aufwirft: Wie viele Weingläser braucht man eigentlich?

René Gabriel, der renommierte Schweizer Weintester und Bordeauxpublizist, hat für sich die Antwort gefunden: ein einziges Universalglas. Da sich keine Glashütte damit ernsthaft auseinandergesetzt hat, weil «alle Serien verkaufen wollen», hat er mit dem österreichischen Glasdesigner Sigfried Seidl selber ein Glas entwickelt. Wer auf eine Glasbatterie verzichten will und sich auch auf dem schön gedeckten Tisch mit einer einzigen Glasform zufriedengibt, hat mit diesem «Gabriel-Glas» eine patente Alternative.


Es schrieb Werner Königbauer

Soeben sind Ihre Gläser bei mir angekommen. Ganz herzlichen Dank für diese unkomplizierte Abwicklung.
Ohne sie bisher intensiv geprüft zu haben, bin ich ganz begeistert. Die Glasqualität des mundgeblasenen Glases liegt auf der Ebene der Riedel Sommelier und das maschinengeblasene über dem Niveau der Riedel Vinum. Auch mein erster Minitest mit einem alten trockenen Riesling und einem roten Bordeaux war beeindruckend. Für beide Weine gut geeignet, besonders die Nase wird auffallend deutlich dargestellt und die Spitze am Boden führt auch bei geringen Mengen zu einer großen Weinoberfläche. Bin schon sehr gespannt auf Süßweine und Champagner. Ob man das mundgeblasene oder das maschinengeblasene verwendet wird weniger vom Preis als vom Verwendungszweck abhängen. Das mundgeblasene ist halt doch sehr fragil und beim Abtrocknen muss man schon sehr auf den Stil aufpassen. Aber die Glasoberfläche des mundgeblasenen ist geradezu ein Traum. Auf alle Fälle wollte ich nicht lange warten, sondern Ihnen ganz spontan danken. Sie haben mir wirklich eine große Freude gemacht.
Meine Weinfreunde sind auch schon sehr gespannt auf die Gläser, da wird es noch viele Diskussionen geben.

Adrian van Velsen

Es schrieb Adrian van Velsen in seinem Blog Ich habe 2 Probegläser gekauft und fünf verschiedene Weine probiert. Dabei habe ich das Gabriel Glas jeweils mit zwei anderen Gläsern verglichen.

Die Weine:
1. Ch. Clerc Milon 2005 (2. Tag), ein viel zu junger aber sensationell guter Pauillac
2. Weingut Neukom, Gamaret 2009 (ein charaktervoller Tischwein mit mittlerer Komplexität)
3. Weingut Neukom, Pinot Noir Barrique 2008 (ein sehr schöner, klassischer Schweizer Pinot der höheren Klasse)
4. Cuccaro, Notte di Nozze 2008 (mein Wein – eine noch zu junge Barbera Cabernet-Franc Assemblage)
5. Ch. Monbrison 2001 (ein ausgereifter Bordeaux in seinem wohl schönsten Alter)

Die Konkurrenz-Gläser:
1. Spiegelau Authentis Rotwein (ca. das gleiche Volumen) und
2. Riedel Vinum Bordeaux.

Interessant ist, dass sich das Gabriel Glas über alle Weine sehr gut gehalten hat. Es fächert insbesondere die Nase sehr gut auf, so dass man neben den Primäraromen auch die Sekundäraromen gut riechen kann. Das hat erstaunlicherweise quer über alle Weine funktioniert und – wie Gabriel richtig sagt – geht das bereits mit sehr wenig Wein im Glas. Einzig das Trinken ist etwas gewöhnungsbedürftig, da man das Glas durch seine deutliche Verengung recht stark kippen muss.

Das “enge” Spiegelau-Glas (bisher mein Degu-Glas) brachte die frischen, fruchtigen Primäraromen sehr gut hervor. Weine wie Clerc Milon, Monbrison und mein Cuccaro-Wein hatten darin aber schlicht zu wenig Entfaltungs-Möglichkeiten, wirkten etwas eindimensional.

Das “klassische” Riedel Vinum Bordeaux unterstützte insbesondere Ch. Monbrison 01 sehr gut. Weiter haben sich mein Cuccaro-Wein sowie Clerc Milon recht gut und vielschichtig präsentiert, dies allerdings bei ca. doppelter Füllmenge. Der Pinot und der Gamaret dagegen gingen in diesem Kelch etwas verloren.

Mein Fazit: das Gabriel Glas bietet neben “gutem Marketing” auch wirklich einen Degustations-Wert. Ich werde mir auf jeden Fall noch einige davon zulegen; für Degus zu Hause mit mehreren Leuten, sowie zwei Gläser fürs Auto (unsere so genannten Reisegläser – denn zu oft kommt man an Orte, wo’s einfach nur schlechte Gläser gibt).

Es schrieb Yves Beck:

Lieber René, hier meine erste Eindrücke über das Gabriel Glas.
3 verschiedene Weine
2 verschiedene Gläser… =
6 verschiedene Weine…
Was ich so festgestellt habe:
Auge: Die Fläche des Weines ist beim Gabriel Glas wesentlich grösser, auch
wenn man wenig Wein im Glas hat.
Nase: Die Aromatik ist präziser und vielschichtiger! Man stellt mehr Details
fest und kann so die Complexität eines Weines besser einschätzen.
Dominus 1997
Univerre: Gute Konzentration in der Nase mit Noten von Himbeer und etwas grüne
Paprika. Gute Frucht. Der Fluss auf der Zunge passiert mit einer etwas
zu grossen Breite.
Gabriel Glas: Gute Konzentration und tolle Intensität. Der Wein entwickelt würzige
Noten mit Gewürznelke. Tabaknoten, Himbeer, Cassis, Marmelade. Der Fluss
auf der Zunge ist präzis und daher werden nicht gleich alle Nerven
gleichzeitig beansprucht. Sehr angenehm.
Gabriel-Glas, mundgeblasen «Gold-Edition»: Das leichte Gewicht (Gabriel Glas ist 70 Gramm leichter….) ist deutlich angenehmer, und der Verkoster wird dadurch weniger schnell müde! 😉

Mondavi Reserve Cabernet Sauvignon 1995
Univerre: Eine etwas diffuse Nase mit Noten von Cassis und Gewürze.
Gabriel Glas: Konzentrierte Frucht mit Noten von Cassis, Grüner Paprika und grünem
Curry. Die Frucht installiert sich langsam aber markant im Wein und man
merkt eindeutig wie präzige die Aromen auseinander genommen werden
können. Man hat fast das Gefühl einen Nasenscan durchzuführen.

Dominus 1995
Univerre: Gute Intensität mit Noten von Lakritz, Süssholz und Marmelade.
Gabriel Glas: Gute Konzentration mit würzigen Noten wie Minze, Vanille, Mokka und eine
feine Cassisfrucht.
Fazit: Mit dem Gabriel Glas ist die Nase wesentlich detaillierter und
vielseitiger. Gewisse Elemente (ob gute oder schlechte) fallen deutlich
besser auf.

Beatrice van Strien

Es schrieb Beatrice van Strien von Wine-Premium-Services an einen Glasfachmann:
Lieber Otto: Du tust mir wieder zuviel der Ehre an, aber ich kann Dir bestätigen, dass – soweit meine Erfahrung mit den neuen Gabriel-Gläsern reicht – alles bestens ist. Das maschinengearbeitete Glas habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber das mundgeblasene wird bei uns nur in der uralten Geschirrabwaschmaschine gewaschen. Obschon es wirklich beängstigend fein, dünn und leicht ist, kommt es glänzend aus dem Waschgang, keine Trübung, keine Beschädigungen, nichts zu deuteln.
Seit wir die Gabriel-Gläser haben, kommt es öfters vor, dass wir Gabriel gegen Riedel antreten lassen, weil ich erst dem Riedel den Vorzug gebe (grosses bauchiges Volumen), wo vielleicht anfangs der Eindruck von mehr Bouquet entsteht, meinem Carlo aber später zugestehen muss, dass das feine Gabrielglas aufgeholt hat. Ich warte nun noch auf das maschinengefertigte, von dem Carlo zwei Muster mitbringen wollte, bevor ich uneingeschränktes Lob in die Welt posaune.

Stephan Reinhardt

Es schrieb Stephan Reinhardt, Chef Redaktor vom WeinWisser dem wir an der VieVinum in Wien spontan ein mundgeblasenes Glas «Gold-Edition» in die Hand drückten:
Lieber Rene, dein Gummiglas hat den Härtetest, Teil 1 bestanden. 2 Tage VieVinum Dauereinsatz mit abendlichen Rauschparties bis in den Morgen, Taxi-, Bus- und U-Bahnfahrten und soeben sogar, wie immer in Zewa gewickelt in meiner weichen Ledertasche eng angeschmiegt ans MacBook, meinen Flug von Wien nach Berlin. Jetzt muss es nur noch eine Portweinprobe und die abendliche Heimfahrt per Bahn gen Norden aushalten, um morgen auf Fanø endlich mal wieder gefüllt zu werden!
In meinem Flieger von Wien nach Tegel saß übrigens einer der Inhaber von XXXX. Er wäre sicher zerborsten, hätte er einen Blick in meine Tasche geworfen.
Eben Wien, jetzt Berlin, abends Hamburg, morgen Fanø: Die Frisur sitzt, das Gabrielglas hält. Chapeau! Stephan
Das Mail vom nächsten Tag…
Es passierte im Margaux in Berlin. Also dem Restaurant, René. Dort tauchte XXXX XXXX auf, den ich gestern im neuen Restaurant bei Petz auf dem Donaukanal in Wien traf und den ich am Vormittag im Flugzeug wieder sah. Wir probierten 23 Vintage Ports aus 105 Jahren – aus XXXX- Gläsern. Zuvor gewährte ich ihm einen Blick in meine Tasche, zog das Glas aus dem Zewa, ließ es ihn streicheln und stellte es retour in die Tasche, die Tasche in die Garderobe – zu Karners Jacke. Als ich die Tasche nach der Probe holte, lag das Glas in Trümmern in meiner Tasche. Als hätte jemand einen Hammer darauf hinabsausen lassen.
Irgendwann hatte es während der Probe einen lauten Knall gegeben.
Im Garderobenschrank. Ich war im Keller auf WC-Inspektion, konnte den Kracher aber genau lokalisieren. Keine Ahnung, was passiert ist. Aber 750 Flug-km hat es überdauert, orgienartige Parties, aber im genialen Margaux während einer andächtigen Portprobe aus XXXX-Universal Gläsern brach es in tausend Scherben.

Nun brauche ich ein neues. Luftgepolsterter Umschlag reicht. Vielen Dank und Viele Grüsse, Stephan

funkelnde Wachauer-Diamanten

Spontan begeistert vom neuen Gabriel-Glas…
Wir haben mit Lucas Pichler seine 2009er verkostet. Diese sollten eigentlich im Juwelenmarkt verkauft werden. Es sind alles funkelnde Wachauer-Diamanten!