Jürg Freudiger

25. September 2018 Off By admin

Es schrieb Jürg Freudiger, Werbetexter www.freudiger.ch
Ich bin wirklich total begeistert und werde mit Sicherheit nach und nach völlig umstellen. Dein Glas zerlegt den Wein buchstäblich in seine Bestandteile und serviert die Aromen einzeln säuberlich aufgereiht auf dem Tablett. Sagenhaft. Einfachere Weine erhalten ein Upgrade, grosse Sachen offenbaren ihre ganze Aromenvielfalt. Das gilt für die Nase ebenso, wie für den Gaumen. Ausserdem hatte ich das Gefühl, das Glas behält den Wein extrem lange stabil. An diesem Abend hat das Gabrielglas einen Bovel Réserve 08 (Dani Marugg, Fläsch), einen Fontalloro 06 (Fat. Felsina, Chianti) und einen Domaine des Planes Mourvèdre 04 (Provence) zu Helden gemacht.
Allerdings hat sich an dem Abend auch ein „Nachteil“ gezeigt. Der vierte Wein (Le Premier de Valmy, Roussillon) hatte einen ganz leichten Fehlton. Meine Lebenspartnerin hatte ein anderes Glas (hundsgewöhnliches Riedel-Glas) und in dem war der Wein okay, aber im Gabriel-Glas konnte man einen Fehler entdecken. Nach einer Nacht im Kühlschrank hatte der Wein dann einen Korkton in vollster Pracht entwickelt.
Also, dein Glas ist ein Monster an Gnadenlosigkeit, aber eben auch ein Titan der Inszenierung. Hammersache und das zu einem geradezu blödsinnig fairen Preis. Ich bin an Bord!